Autarkler: eine Gemeinschaft für naturnahes Leben

Eine Genossenschaft, wie sie es in dieser Form in Oberösterreich noch nicht gibt, wurde vergangenen Sommer in Rottenbach gegründet: die Autarkler eGen. Die Genossenschaftsmitglieder verbindet eine Vision: den Menschen natürliche Lebensfreude in Form von regionalen, saisonalen sowie naturnahen Lebensmitteln zu vermitteln.

Die Autarkler setzen sich dabei für die Selbsterhaltung mit gesunder Ernährung auf lokaler Ebene ein – energieautark, ökonomisch wie auch ökologisch. Was als Idee begann, ist mittlerweile ein konkretes Projekt, das mit viel Energie umgesetzt wird. Begonnen hat alles damit, dass sich Christine Ehebruster und Fritz Flör entschieden haben, für die Gäste ihres Seminarhofes in Rottenbach gesunde Lebensmittel selbst zu produzieren. Im Sommer 2017 wurde dann eine Genossenschaft gegründet, die sich "Autarkler eGen – Gemeinschaft für naturnahes Leben", nennt.

Ein verwaister Hof - etwa einen Kilometer vom Seminarhof entfernt - wurde umfangreich saniert und dort ein neuer Hofladen mit dem Namen "Hofzeit" eingerichtet. Angeboten werden neben den selbst erzeugten auch andere regionale Produkte und Lebensmittel. Ein eigens eingerichteter „Frischgemüsebereich“ steht für Kunden sieben Tage die Woche auf Basis Selbstbedienung offen. Außerdem gibt es an Freitagen und Samstagen vormittags einen regionalen Frühstücksbrunch sowie abends ein Jausenbuffet.

Bewirtschaftet werden derzeit 16 Hektar, Partnerlandwirte bringen zusätzliche Flächen ein. Das erzeugte Gemüse geht nicht nur an das Seminarhaus und Private, sondern auch an Food-Coops. Die Genossenschaftsidee und die Arbeitsteilung in der Gemeinschaft ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor. Unter den Genossenschaftsmitgliedern sind unter anderem Landwirte, Fischer und Gärtner.

Eine Besonderheit, die die Autarkler derzeit gerade umsetzen, ist eine Fischzucht nach dem System der Aquaponik. Diese verbindet die Aufzucht von Fischen mit der Kultivierung von Nutzpflanzen und schafft somit eine Symbiose zwischen Fisch und Pflanze. Beide profitieren voneinander.

Ein Grundsatz der Autarkler ist es, so ökologisch und ökonomisch wie möglich mit Ressourcen umzugehen, im Sinne von Natur und Mensch. Sie versuchen so autark wie möglich zu sein – der Strom wird von einer Photovoltaikanlage bezogen und zur Wärmegewinnung wird eine Hackschnitzelanlage betrieben.