Bedeutung weltweit und in Österreich

Rund 900 Millionen Menschen weltweit sind Mitglieder einer Genossenschaft. Das entspricht in etwa rund 13 Prozent der Weltbevölkerung. Da meistens ein Haushalt durch ein Haushaltsmitglied in einer Genossenschaft vertreten ist, erreichen Förderleistungen von Genossenschaften etwa die Hälfte der Weltbevölkerung.

Mit mehr als 100 Millionen Mitgliedern haben Genossenschaften einen maßgeblichen Anteil am Sozialprodukt der EU. In Asien besitzen die Genossenschaften eine noch wichtigere Rolle in der Gesamtwirtschaft.

Die modernen Genossenschaftsformen in Europa gehen unter anderem auf die „Rochdaler Pioniere“ oder auch besonders auf die Initiative von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch zurück. Nach den Prinzipien von Raiffeisen arbeiten heute mehr als 900.000 Genossenschaften mit über 500 Millionen Mitgliedern in mehr als einhundert Ländern.

Die nationalen Genossenschaftsorganisationen haben sich in der Internationalen Raiffeisen-Union (IRU) zusammengeschlossen, die ihren Sitz in Bonn hat. Die IRU wurde anlässlich des 150. Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen 1968 gegründet und hat heute in 36 Ländern 61 Mitglieder – darunter Organisationen in Ländern der Dritten Welt sowie aus Schwellen- und Industrieländern.

In Österreich gibt es rund 1.600 autonome Raiffeisen-Genossenschaften (etwa 560 Raiffeisenbanken, 95 Lagerhaus-Genossenschaften, 15 Molkereien, 160 Käsereien und rund 800 andere Genossenschaften) mit insgesamt zwei Millionen Mitgliedern. Darüber hinaus gibt es 65 Volksbanken (500.000 Mitglieder), 83 gewerbliche Genossenschaften (21.000 Mitglieder) und 100 Baugenossenschaften (220.000 Mitglieder).