Genossenschaft als Crowdfunding-Plattform

„Genossenschaften sind die Urform des Crowdfunding.“
Generalanwalt Dr. Walter Rothensteiner beim Raiffeisentag im Juni 2014


Die Rechtsform der Genossenschaft bietet sich in idealer Weise für die Umsetzung nutzenorientierter Crowdfunding-Projekte an – auch, weil sie mögliche Risiken einschränkt.

Aus Sicht der Betreiber bietet die Genossenschaft auf jeden Fall rechtliche Vorteile:

  • Das Zeichnen von Geschäftsanteilen ist kein Einlagengeschäft im Sinne des BWG und damit besteht keine Konzessionspflicht gemäß BWG.
  • Die Emission von Geschäftsanteilen ist bis zu einem Betrag von EUR 750.000,-- p.a. von der Prospektpflicht ausgenommen.

Beim nutzenorientieren Crowdinvesting steht für die Investoren die Selbstnutzung des gemeinsam finanzierten Projektes im Vordergrund. Das entspricht dem Förderungsauftrag, dem Genossenschaften verpflichtet sind. Kern dieses Auftrages der Genossenschaft ist es, für ihre Mitglieder dadurch Nutzen zu stiften, dass sie Leistungen erbringt und Geschäfte mit ihnen schließt.

Vor allem im Rahmen regionaler Selbsthilfeaktivitäten bietet die Genossenschaft Vorteile wie keine andere Rechtsform: Die demokratische Mitbestimmung der Bürger und eine regelmäßige Gebarungskontrolle durch die gesetzliche Revision steigern einerseits die Entfaltungsmöglichkeit der Genossenschaft, sorgen aber gleichzeitig auch für mehr Investitionssicherheit für die Mitglieder.

Eine Genossenschaft kann daher als die älteste Form des Crowdfundings bezeichnet werden und stellt eine sichere Form insbesondere des nutzenorientierten Crowdfundings dar.

Die Genossenschaft ist aufgrund der Ausgestaltungmöglichkeiten, die das Genossenschaftsgesetz bietet, eine sehr flexible Rechtsform. Daher gibt es eine Vielzahl von Gestaltsformen, von denen hier drei exemplarisch dargestellt werden:

Für die konkrete Ausgestaltung Ihres Projektes stehen Ihnen die Gründungsansprechpartner der Raiffeisen-Revisionsverbände gerne zur Verfügung.